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High Hell – Review: Spielidee größer alles

Ihr sucht eine narrative Erfahrung, mit tiefen Charakteren und stundenlangen Spielspaß? Dann seid ihr hier falsch. High Hell hat weder eine Story, noch Charaktere, noch stundenlangen Spielspaß. Dafür gibt es aber 2 Stunden: “Das muss doch zu schaffen sein!”

Quake der Singleplayer

In High Hell gibt es nur eine Waffe, die stark an den Instagib Modus aus Quake oder Unreal Tournament erinnert. Für die jüngeren Leser: Instagib beschreibt eine Waffe die mit einem einzigen Schuss tödlich ist, egal welche Körperstelle getroffen wird. Mit dieser Waffe in der Hand müssen wir uns durch vorgefertigte Missionen kämpfen, die klare Ziele haben wie “Verbrenne alle Gemälde”, “Sammle alle Ziegen” und “Vernichte alle Gegner”. Anschließend springen wir vom Dach eines Hochhauses und beginnen die nächste Mission.

Motivation aus Schwierigkeit

Der Clou ist, dass die Gegner ähnlich tödliche Waffen haben wie wir. Wir halten auch ein paar Treffer aus. Allerdings stellen getötete Gegner unser Leben wieder her, sodass Treffen und nicht getroffen werden belohnt wird. Fairerweise muss man sagen, dass ein Paar Gegner auch 2 oder 3 Schüsse aushalten oder nur in bestimmten Phasen verwundbar sind. Aber das klingt viel komplexer, als es wirklich ist. Unterm Strich zählt vor allem Reaktionszeit und Aiming. Und wir versuchen einen Level immer und immer wieder, bis er geschafft ist. Quasi ein Instagib-Trackmania-Singleplayer-Ego-Shooter.

Ach und Bosskämpfe gibt es auch. Hier entwickelt das Spiel einen Anflug von einfachen Mechaniken, die zu Beachten sind. Aber auch diese sind schnell durchschaut, sodass das Spiel seine Kernidee nicht aus den Augen verliert.

Technik und Spielewelt

Grafisch erinnert das Spiel an XIII oder… Na das war’s eigentlich. Es handelt sich um sehr minimalistische Cell-Shading Grafik, wie man sie aus Comics oder Cartoons kennt. Darüber hinaus ist die Farbpalette stark reduziert. Es dominiert Grau. Die Gegner sind hingegen Feuerrot, weil sie Dämonen in Anzügen sind… Aber letztlich sind sie nur Zielscheiben. Darüberhinaus ist das Spiel kein Kunstwerk. Keine schöne Musik, keine schöne Umgebung und auch keine große Abwechslung. Dieses Spiel reduziert und konzentriert sich auf eine einzige Sache: Sei schneller und ziele besser als die KI.

Fazit

Selbst wenn ich wollte, ich kann nicht mehr zu High Hell schreiben. Es ist alles gesagt. Hier dominiert eine Spielidee und macht Spaß. Und Spaß machen, ist die Hauptaufgabe von Videospielen. Trotzdem war es dann auch wieder befreiend als die 2 Stunden vorbei waren.

Dieser Test wurde von unserem Community-Mitglied und Wochenschau-Dauergast Frogcast verfasst. Vielen Quak dafür! 🙂

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Ein Kommentar

  1. Crystal.T.V

    Da kann ich wohl nicht anders! So wie du das beschrieben hast hört sich das wirklich interessant an. Muss mal schauen was das ist 🙂

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