Home / Film & Serie / Podcast #232 – Dunkirk ist doof, Christopher Nolan auch

Podcast #232 – Dunkirk ist doof, Christopher Nolan auch

Eigentlich sollte der Podcast nicht stattfinden. Trotzdem sind wir nun hier. Das habt ihr Melf zu verdanken, der hat sich nämlich extra Zeit genommen, obwohl er keine hatte. Da könnt ihr euch ruhig mal bei ihm bedanken, dieser tolle Typ! Da nur Melf und ich am Start waren, beherrscht natürlich ein Thema das Geschehen: Filme. Keine Sorge, nächste Woche dreht sich dann wieder alles um Zockerei und so.

Themen:

  • Dunkirk: Eine Enttäuschung, aber wen wundert das?
  • Christopher Nolan: Zumindest besser als der Blockbuster-Durchschnitt
  • Hacksaw Ridge: Der menschenverachtendste, widerlichste und gefährlichste Film der vergangenen Jahre
  • Kurze Runde Filmtipps

Frage der Woche:

Wie fandet ihr Dunkirk?

Podcast 232 downloaden

Über Jannick

Jannick
Seit 10 Jahren schreibe ich über so Dinge. Damit verdiene ich übrigens auch mein Geld. Viel ist es nicht, aber manchmal reicht es für sehr legale Substanzen, die ihr meinen Artikeln anmerken werdet. Und was noch so? Seit über acht Jahren spiele ich Theater, bin Autor eines Theaterstückes und stand auch schon in Russland auf der Bühne. St. Petersburg, ey, was für eine Stadt. Jedenfalls: Ich mag Filme und Videospiele und hoffe, irgendeine Sau liest das hier endlich.

Auch interessant

Jennifer Lawrence und die Blockbuster: Mord ist geil

Meine Freundin hat ein Problem mit Jennifer Lawrence. Nun habe ich ein Problem mit meiner …

11 Kommentare

  1. Ducon

    Ein neuer Filmpodcast, ich freue mich! Da ich mich gerade im Urlaub befinde und ich Dunkirk in 70mm sehen möchte, habe ich mir hier erstmal Valerian angeschaut, was ich nicht bereut habe! Ich Christopher Nolan gerne, meiner Meinung nach hat er abgesehen von TDKR keinen schlechten Film abgeliefert. The Dark Knight, The Prestige, Memento und Interstellar finde ich sogar großartig. Hacksaw Ridge habe ich auch gesehen und fand diesen nicht so menschenverachtend wie in der Beschreibung prognostiziert, ich bin mal auf eure Meinung gespannt und werde ihn mir dann ggf. nochmal ansehen. Vielen Dank für den Podcast schonmal, ich leg mich mal ans Meer und fange an zu hören.

  2. Melf

    Da nicht mal Jannick es gecheckt hat, bin ich gespannt, ob es wenigstens einen Filmexperten gibt, der mein Highlightbild versteht. 😛

  3. cailban

    Toller Podcast , arival ist so ein geiler Film .
    Mein Bruder brachte die These das es die Geschichte von Alien ist . Bzw prometheus , was haltet ihr davon ?
    Bitte wieder regelmäßig Podcastern Jannick

    • Jannick

      Schön, dass dir Arrival gefällt.
      Schön, dass dir der Podcast gefällt.
      Schön, dass so vieles schön ist!

      (Von der These halte ich übrigens nicht viel. Arrival steht für sich allein. Gleiches gilt für Life, der ja auch die Vorgeschichte zu Venom sein sollte. Kann man für sich selbst so glauben, aber da ist sehr sicher nicht viel dran.)

  4. BoB

    Ganz schnell und frisch nach der Arbeit getippt: Es gibt in Life
    tatsächlich eine Szene die etwas befremdlich wirkt: Als es zum sehr festen
    Alien Handschlag im Labor kommt, gibt es einen Moment indem die Lage noch
    nicht eskaliert ist und die Chance bestünde, die zuvor gezeigten
    Sauerstoff/CO2 Regler dahingehend umzustellen, dass Kelvin ersticken würde.
    Warum dies nicht getan wird? Man könnte argumentieren, dass der Biologe
    Hemmungen hat Kelvin zu töten (Wobei zu dem Zeitpunkt bereits klar ist,
    dass Kelvin nicht sterben, sondern nur in einen inaktiven Zustand versetzt
    werden, kann.), die Argumentation fällt also flach. Unter dem
    Gesichtspunkt, könnte man also von einer irrationalen Handlung sprechen.
    Man sollte dabei aber vermutlich nicht vergessen, dass der Biologe in Panik
    war und deshalb nicht klar denken konnte. Jedenfalls wäre die Szene die
    einzige die mir im Moment in den Sinn käme in Bezug auf Ungereimtheiten.

    BTW Schön das noch jemand Nolan nicht so gewitzt findet.

    Es folgen nun: kleinere Stichpunkte:
    300 repräsentiert keinen Faschismus sondern spartanische Kultur nach
    historischer Grundlage, mag heutzutage als “faschistisch” gelten, ist aber
    im Kontext falsch. Als Referenz kann man sich im Buch “Geschichte des
    Abendlandes” oder “Wir marschieren – Militärische Kultur im Wandel”
    einlesen. Klingt jetzt klugscheißerisch, aber ich mag diese Argumentation
    der politischen Hintergründe in Bezug auf 300 nicht, weil sie auf einer
    einseitigen , geschichtlichen Wahrnehmung mit Buzzword Charakter fußen.
    Dann kann man lieber kritisieren, dass der Verräter im Film grotesk
    aussieht, anstatt historisch korrekt “normal” und über die plumpe “hässlich
    = Böse” Analogie sprechen. Wobei der Film auf Frank Millers Comic basiert
    und Miller gern mal polemisch ist.

    Abschließend: Durch Marvel bekommen die ganzen Regisseure die sonst auf der
    Straße leben und Kunstfilme drehen würden, wenigstens mal etwas Geld in die
    Hand.
    TL;DR Marvel Filme sind auch nicht stupider als “Der Tod und das Mädchen”
    oder Toni Erdmann.

    Valeria floppt, weil keiner weiß das er läuft und weil Luc Besson seit Leon
    immer denselben Film dreht, nämlich Nikita.

    Das war’s, auch wenn’s wieder “nur” ein Kommentar von BoB ist 😉

    • Jannick

      Man sieht ja, wohin es führt, wenn kleine Regisseure Geld in die Hand bekommen. Kreative Freiheit hat da schon lange niemand mehr bei Marvel. Was ja auch offensichtlich ist. Einheitsbrei. Miese Action. Null Wucht. Geht tausend mal besser. Wenn man denn will. Will nur niemand. Nicht mal Will Smith.

      Und natürlich sind die Filme von Marvel stupider als Toni Erdmann. Ich finde noch nicht einmal einen Vergleich, der auch nur annähernd beschreibt, wie himmelschreiend doof diese Superhelden neben Toni Erdmann aussehen.

    • BoB

      “Nicht” stupider. Ich finde Erdmann unseelig.

      Bei Marvel geht es auch nicht um kreative Freiheit, damit wäre der Zuschauer dann wohl auch überfordert, vorallem wenn man sich Handlungsungetüme wie “Spiderman Klon Saga” anschaut. Die Marvel Filme sind allerdings auch nicht für den Hardcore Comicfan gemacht und funktionieren eher als Elseworld Geschichte ohne tatsächlichen Bezug zum Kanon der Comicserien. Unterhalten tun sich mich, mit ausnahmen, dennoch. Natürlich spielt da auch mit rein, dass ich mit “Spiderman gegen den gelben Drachen” aufgewachsen bin. Da ist ein Homecoming wie Balsam auf eine schwere Verbrennung.

      Falls dir die Marvel Meckerei irgendwann auf den Wecker geht, versuch mal das Mattel Cinematic Universe. Wo Battleship, G.I Joe, Transformers und bald M.A.S.K sich ein Universum teilen. Oder das DARK Universe, das Universal seit Dracula Untold und I Frankenstein sowie aktuell mit The Mummy zu starten versucht. Wenn das alles nicht das Blut zum kochen bringt…. Es gibt da noch die Tetris Trilogie…. im Sci-Fi Thriller setting.

  5. Jetzt wollte ich doch eigentlich auch mal Dunkirk sehen . Aber nun bin ich, durch die Androhung eines weiteren musikalischen Totalausfalles der Digitalmusikschmiede Zimmer, mehr als abgetörnt. Ich mag seine Musik nämlich auch überhaupt nicht. Nicht zuletzt wegen der, konnte ich auch die Nolan Batmans nie ernstnehmen. Mir ist Musik im Kino immer sehr wichtig und die trat da gegen die Danny Elfman- Version an…………

    Bei Life hatte ich im Kino 3x einen Facepalm-anfall was einzelne Entscheidungen der Crew anging, ich mag den Film dennoch sehr . Denn die Momente habe ich mittlerweile gut verdrängt und natürlich rockt das Ende. 🙂

    Sehr krass finde ich , dass sich meine Filmbewertungen erstaunlich mit denen Jannicks gleichen .

    GitS – top

    Valerian – superschön

    Power Rangers – fand ich sogar noch besser , da der nen guten Soundtrack hat und dadurch auch emotional
    einiges aufbauen konnte

    Nur bei Batman vs Superman stehe ich mit meiner Meinung recht allein da… Der is super! 😀

    Der Kriegsfilm , der mir bis heute noch ein mieses Gefühl beschert wenn ich an ihn denke , ist “Die verdammten des Krieges” mit Michal J. Fox … Meinungen ?

    Achja … Geiler Podcast!

  6. ich weiss ja wie sehr melf ein storyfanatiker ist und ihm deshalb der zugang zu dunkirk dadurch verwehrt geblieben ist. für mich gehört er aber zu den besten genrevertreter überhaupt. gerade weil er auf unnötiges palaver und auf helden gebürstete charaktere verzichtet und einzig und allein die situation für sich sprechen lässt. genauso wie er auf die übliche dämonisierungder deutschen verzichtet indem er sie ganz einfach als gesichtslose bedrohung stehen lässt.
    ich habe den streifen zweimal im kino gesehen und wurde beide male vor spannung in den sitz gedrückt. ich brauche aber auch keine ausformulierten figuren um mit den männern mitfiebern zu können. dunkirk bietet eine frische sichtweise auf eine kriegshandlung und hebt sich wohltuend von den ganzen “muricamuricafuckyeah” filmchen ab – logo kommt ja auch von einem briten.
    für mich bisher der film des jahres und mit full metal jacket, platoon und thin red line das beste was das genre hervorgebracht hat.

Schreibe einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen