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Review – One Piece: Burning Blood

Einige von euch werden ihn sicher kennen, der international geliebte Strohhutpirat Ruffy ist wieder da. Nach einem kleinen Ausflug in das Warriors-Genre, geht es für unseren Piratenfreund jetzt wieder zurück zu seinen Wurzeln. Mit One Piece Burning Blood kommt der nächste Ableger des Anime Prüglers auf die PS4. Doch ob das One Piece Beat’em up seine Fans so begeistert wie Son Goku und Naruto schon davor auf der momentanen Konsolengeneration, muss sich erst noch herausstellen. Dementsprechend haben wir uns das Ganze mal angeschaut, um euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, was euch erwartet.

Ich hoffe einfach mal, dass zu diesem Zeitpunkt jeder schon von One Piece gehört hat. Doch für die unter euch, welche sich gänzlich vom japanischem Export-Produkt Anime und Manga abschirmen, lasst mich euch erleuchten. One Piece fing als kleiner Manga im Jahre 1997 in der Weekly Shōnen Jump an und hat sich inzwischen zum alleinigen Rekordhalter im Manga-Bereich gemustert. Somit hat Eiichirō Oda’s Werk selbst den ehemaligen Rekordhalter Dragonball deklassiert, da kein Manga mehr als 320 Millionen verkaufte Exemplare weltweit aufweisen kann. Der Anime ging im Jahre 1999 an den Start und weist inzwischen mehr als 700 Episoden auf – ein Ende ist nicht in Sicht. Im Laufe des Millenniums und des 21. Jahrhunders entwickelte sich aus One Piece dann ein riesen Franchise, welches mehr als 20 Spiele aufweist und jetzt seinen ersten Ableger auf die momentane Konsolengeneration bringt.

Der Start ist wieder einmal der Höhepunkt.

Der Dreh- und Angelpunkt von Burning Blood ist der Story-Modus, welcher die beeindruckende Geschichte des Kampfes im Marinefort erzählt. Leider beginnt dort gefühlt jeder Teil von One Piece. Natürlich ist es der Höhepunkt der ersten Hälfte von One Piece, dennoch bietet die Geschichte eigentlich weit aus mehr, als den Kampf um das Leben von Ace. Gleichzeitig bietet wohl auch kaum ein anderes Szenario einen optimaleren Start für ein One Piece Beat’em up. Monkey D. Ruffy gründet eine vorübergehende Allianz mit den stärksten Piraten der Welt und legt sich mit den mächtigsten Marinegenerälen der Grandline ein, um so seinen Bruder im Geiste zu retten. Hier liegt allerdings schon der erste Negativpunkt. Der Kampf im Marinefort ist Fan-Service vom Feisten, doch wer den Kontext nicht kennt wird schlichtweg im Regen gelassen. So kann man sagen, für einen One-Piece-Neuling, sind die zwei bis drei Stunden Story-Modus einfach eine kontextlose Prügelei.

Andererseits: Ein “One Piece”-Spiel will vermutlich auch nur die Fanbase erreichen. Aus der Sicht ist es verständlich, dass alle paar Kämpfe neue Nebenkapitel anfangen, welche euch frische Kämpfer präsentieren. Ich kann euch versichern, dass ihr kaum mit den Charakteren sympathisieren könnt, wenn ihr vom Franchise bisher nichts mitbekommen habt, weil die Entwickler auf entsprechende Erklärungen verzichten. Die gesamte Story ist recht kurz und wirkt wie nachträglich eingeführt, um den Fans wenigstens irgendeine Art von Storymodus zu bieten.

Die Reise hat gerade erst Angefangen.

Natürlich bietet euch Bandai Namco mehr als nur den Story-Modus. Insgesamt erwarten euch vier weitere Modi in One Piece Burning Blood. Darunter einen umfassenden Online-Modus, in welchem ihr gegen Spieler aus aller Welt antreten könnt. Entscheidet euch zwischen Freundschaftsspiel, Ranglisten- oder Piratenflaggenkampf und legt gleich los. Natürlich könnt ihr auch gänzlich offline spielen. Zunächst wäre da der Steckbriefmodus, in welchem man gegen Berry und Erfahrungspunkte auf Piratenjagd geht. Diese stehen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und speziellen, sowie limitierten Ausführungen zur Verfügung. Wie in anderen Beat ‘em Ups gibt es natürlich auch den lokalen Ein- und Zwei-Spieler-Modus, sowie einen Trainingsmodus.

Kommen wir zum Besten Teil der Piratentour

Die größte Schwäche der Wii U-Spiele waren die wenigen Kämpfer. Ein Problem, welches Bandai Namco in One Piece Burning Blood angeht und den Spielern über 40 Charaktere zur Verfügung stellt.. Dazu kommen noch einige Charaktere welche es in zwei Versionen gibt: die vor und nach dem Zeitsprung im Manga – hier dürfte für jeden Serienfan etwas dabei sein. So finden sich im Charakterpool die bekannten Verdächtigen wie Ruffy, Lyssop, Name, Zoro und Sanji, aber auch elementare Nebencharaktere wie Ace oder Shanks. Die Charaktere sind komplett unterschiedlich, dementsprechend solltet ihr alle Figuren mal ausprobieren. Der einzige Nachteil ist, dass die Tastenbelegung gänzlich gleich ist und alle Charaktere führen die selben Aktionen auf den selben Tasten aus. Für Neulinge gut gelöst, da es mögliche Umstellungsprobleme aus dem Weg geht, allerdings für hartgesottene Fans ein Ärgernis.
Ein weiteres Problem des Spiels ist die Nähe zu Vorlage. So merkt man hier bei der Vielzahl von Kämpfern erst recht die enormen Unterschiede bei der Stärke der Charaktere. Balancing? Fehlanzeige. Im Online-Modus findet man so oft dieselben Charaktere wieder – da werden Erinnerungen an FIFA wach.
Sollte euer Lieblingscharakter nicht spielbar sein, gibt es immernoch die Möglichkeit, dass er ein Teil der Unterstützungscharaktere ist, welche im Kampf hinter euch stehen und eure Angriffe oder Heilung automatisch verstärken. Dieser Kämpfer-Pool umfasst noch einmal weitere 65 Kämpfer aus dem One-Piece-Universum und ist in jedem Kampf enorm nützlich. Um weitere Charaktere freizuschalten, nutzt ihr eure im Spiel gesammelten Berry. Leider könnt ihr Skins und neue Outfits für eure Lieblingshelden lediglich mit Echtgeld erwerben.

Eigentlich bin ich echt nicht politisch korrekt

Rein von der Technik her ist One Piece: Burning Blood echt kein Kracher. Die Grafik wirkt nicht wirklich eben und erscheint noch nicht wirklich auf die aktuelle Konsolengeneration angekommen zu sein. Dennoch erfüllt die Grafik natürlich ihren Zweck für “Die-hard” One Piece Fans. Es gibt einige Teile der Kampfszenen, die wirklich wie One Piece wirken, doch im großen und ganzen wirkt das Spiel leider sehr unnatürlich und unauthentisch. Was ich jedoch gänzlich lächerlich finde oder mehr oder weniger witzig finde, ist die Tatsache, dass die Kleidung der weiblichen Charaktere bei Schaden zerfetzen, doch Männer lediglich schmutzig werden oder anfangen zu schwitzen. Ich bin sicher niemand, der sich über notdürftig bekleidete weibliche Figuren beschwert, auch wenn sie schon fast inflationär in japanischen Spielen verstreut werden, doch hier finde ich das Feature in seiner ganzen Ausführung lächerlich, Warum betrifft es nur weibliche Charaktere und nicht auch männlich? Ich meine, dass ein Shirt von einem männlichen Charakter zerreißt, sollte eigentlich kein Problem darstellen… oder? Leider eine ziemlich unnötige Objektifizierung, über welche ich mich normalerweise nicht beschwere.
Soundtechnisch befindet sich One Pice: Burning Blood auf einem Level mit der Vorlage. Die originalen japanischen Synchronsprecher begeistern auf ganzer Linie und beeindrucken euch während des Kampfes. Dazu kommen großartige Soundeffekte, wie das Bersten von Klingen oder die Geräusche von Ruffys Gummihänden.


Amazingnerds-Fazit:

One Piece: Burning Blood ist eindeutig ein Spiel für Fans. Das ist natürlich in Ordnung, obwohl Hardcore-Fans wahrscheinlich recht schnell feststellen werden, dass der Inhalt dafür ein wenig zu glanzlos ist. Es gibt nicht genug Abwechslung, zu wenig Arenen und nicht genug Geschichte, um langjährige Fans zu begeistern. Das Gameplay ist sehr eintönig und es wirkt gänzlich nicht polished. Die Charaktere weisen eine sehr schlimme Reaktionszeit auf und Befehle kommen meist viel zu spät an. Die Steuerung der Charaktere bleibt immer gänzlich gleich, und das, obwohl jeder von ihnen eigentlich individuelle Attacken und damit Potential für Abwechslung gehabt hätte und bietet so für Genre-Veteranen auf Dauer nicht viel. Bald habt ihr alle Kniffe raus und das Spiel bietet euch keine weiteren Herausforderungen. So schwindet leider auch die Motivation sehr schnell, da das Gameplay einfach nicht ausgereift ist und die reinen Schlägerein schon bald keinen Spaß mehr machen, wenn man kein Hardcore-Fan ist oder sich mit Freunden schlägt.


Über JohnnyBanana

JohnnyBanana
Ciaossu liebe Leute, wer mich kennt weiß über mich gibt es nicht viel zu sagen. Doch für alle die dennoch ein wenig was wissen wollen: Freut mich, ich bin der Nakia, JohnnyBanana, Ektrez, Podcast-Bridge oder auch Streamer-Kiddy die Wahl ist euch überlassen. In bestimmten Kreisen, gelte ich als Frohnatur und Square Enix-Fanatiker, leider muss ich sagen, dass ich diese Behauptungen nicht widerlegen kann. Momentan habe ich das Vergnügen, der Streamer von Amazingnerds zu sein und hoffe euch bald im Stream begrüßen zu dürfen.

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3 Kommentare

  1. FrogCast

    Ich mochte das Bild zum Review. Clickbait hat funktioniert.

  2. Rhythmusbrot

    Danke für das Review!

    Ich hatte tatsächlich überlegt, mir das Spiel zu gönnen. Das werde ich jetzt nicht mehr machen 😀
    Also danke für deine Hilfe 🙂

  3. Serratus

    Dieses Feature der Klamotten bei den Frauen…….
    Ich mag One Piece, aber dieser Art von “Fan-Service” find ich
    nur dumm. Z.B.: Warum trägt Nami eigentlich nur noch ein Bikini-Oberteil,
    anstatt einem T-Shirt etc.? Also generell im Anime, Manga, Game.

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